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Mozart-Requiem

Gemeinschaftsprojekt
cantus firmus Wetterau - zwischenTöne, Bad Vilbel

Konzertante Aufführungen

von Vorgesehene Konzerte:

Werkauswahl

Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gilt als sein bedeutendstes kirchenmusikalisches Werk und zählt zu den schönsten oratorischen Kompositionen. Im Todesjahr Mozarts entstanden, konnte es von ihm nicht vollendet werden. Mozart hat den größten Teil des Chorsatzes selbst geschrieben und die Instrumentation zum kleinen Teil vollendet, zum Teil angedeutet. Constanze Mozart beauftragte nach seinem Tod die ehemaligen Schüler Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, das Requiem zu vollenden. Weitere Komponisten stellten sich im 20. Jahrhundert erneut dieser Aufgabe, so z.B. F. Beyer und R. Maunder.

Witold Lutoslawsy (1913-1994) zählt als Vertreter der internationalen Avantgarde zu den bedeutendsten polnischen Komponisten unserer Zeit. Die Trauermusik für Streichorchester, 1958 entstanden, nimmt in seinem Schaffen eine zentrale Stelle ein, weil er mit ihr zu dem musikalischen Ausdruck fand, der in allen danach entstandenen Werken spürbar ist. Mit dem Untertitel "Dem Andenken an Béla Bartók" will die Trauermusik an den Todestag von Bartók erinnern, der sich 1958 zum 10. Male jährte.

Henryk Mikolaj Górecki, 1933 in Polen geboren, ist einer der wichtigsten Vertreter der polnischen Avantgarde. Seine Werke wurden mehrfach preisgekrönt. Die Sinfonie Nr. 3 aus dem Jahre 1976, die Sinfonie der Klagelieder, vertont im zweiten Satz ein Gebet, das eine 18-jährige Polin 1944 an eine Wand im Keller des Gestapo-Hauptquartiers in Zakopane geschrieben hat. Der 1. Satz der 3. Sinfonie kam seinerzeit in die britischen Charts. Die täglichen Verkaufszahlen der Kultplatte Ž93 erreichten Größenordnungen, die sonst die Gesamtauflage einer Sinfonik-CD ausmachen. So wurde die Sinfonie der Klagelieder ein großer kommerzieller Erfolg, obwohl es sich um gute Musik handelt.

Mit der Zusammenstellung des Programms wollen wir eine Brücke zwischen der Totenmesse Mozarts aus dem 18. Jahrhundert und thematisch verwandten Werken unserer Zeit schlagen. Die Aufführungstermine am 25./26.11.2000 (Totensonntag) folgen fast zwangsläufig.

Ausführung

Mitwirkende:
cantus firmus Wetterau - zwischenTöne, Bad Vilbel - Offenbacher Kammerorchester - Johannes von Erdmann, Orgel
Die Vokalsolisten sind:
Gabriele Hierdeis, Sopran
Gabriele Zimmermann-Dreier, Alt
Bernhard Schneider, Tenor
Michael Pommer, Bass

Einstudierung:

Die Ausführenden

cantus firmus wetterau e.V.

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zwischenTöne e.V., Bad Vilbel

Der Chor zwischenTöne ist ein gemischter Chor mit ca. 60 aktiven Sängern und Sängerinnen, der unter der musikalischen Leitung von Herbert Helfrich steht. Seine Mitglieder kommen aus Bad Vilbel, Frankfurt a.M. und aus dem weiteren nördlichen Umfeld Frankfurts. Das Repertoire ist breitgefächert und umfasst Werke zwischen Renaissance und Moderne. Besondere Akzente setzt der Chor durch themenzentrierte szenische Aufführungen, aber auch oratorische Aufführungen waren bereits Inhalt der musikalischen Arbeit.

Beim deutschen Chorwettbewerb 1994 in Fulda erhielten die Frauen den 1. Preis auf Bundesebene.

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Herbert Helfrich studierte Schulmusik und Dirigieren in Frankfurt a. M. bei Helmuth Rilling und Zwissler, sowie in Köln bei Volker Wangenheim. Er leitet die zwischenTöne seit 1979.

Die Stimmbildung des Chores liegt in den Händen von Brunhilde Böhm, Dozentin an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a. M.

Offenbacher Kammerorchester

Das Offenbacher Kammerorchester ist ein Streichorchester mit ca. 30 Mitgliedern und steht unter der Leitung von Prof. Hubert Buchberger. Die anspruchsvolle Orchesterarbeit ist an kammermusikalischen Idealen orientiert und langfristig angelegt. Interpretatorischer Schwerpunkt sind neben romantischen Werken insbesondere Werke aus dem 20. Jahrhundert. Bei Bedarf wird das Orchester durch professionelle Orchestermusiker aus dem Rhein-Main-Gebiet und Studierende der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst erweitert.

Hubert Buchberger ist Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a. M. und bekleidet dort zur Zeit die Funktion des Vizepräsidenten. Seine Aktivitäten umfassen neben der Leitung des Offenbacher Kammerorchesters zahlreiche Gastdirigate bedeutender Orchester, wie z.B. der Jungen Deutschen Philharmonie und der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Festivals.

Gabriele Hierdeis, Sopran

Die in Augsburg geborene Sopranistin absolvierte ihre Ausbildung in Opern- und Konzertgesang an der Musikhochschule Frankfurt und war Studierende der Liedklassen von Charles Spencer und Rainer Hoffmann. Neben ihrer Konzerttätigkeit, die sie auch nach Moskau und Perm führte, übernahm sie in mehreren Opernproduktionen die Hauptrolle. Außerdem wurde sie für mehrere Produktionen mit dem Hessischen, Bayerischen und Südwestdeutschen Rundfunk engagiert. 1992 gewann Gabriele Hierdeis den ersten Preis der Brüder-Grimm-Musiktage in Steinau, und 1995 wurde sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Gabriele Zimmermann, Alt

Gabriele Zimmermann begann ihr Gesangstudium bei Elsa Cavelti an der Frankfurter Musikhochschule, war später Schülerin von Elisabeth Schwarzkopf in Zürich und studierte in Wien unter anderem bei Kurt Equiluz. Gemeinsam mit ihrem Pianisten Klaus Dreier konzertiert sie im In- und Ausland und wurde schon für mehrere Rundfunkaufnahmen eingeladen. Darüberhinaus arbeitet sie regelmäßig mit dem Mutare-Ensemble Frankfurt zusammen. Gabriele Zimmermann erhielt mehrfach Preise beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und war Stipendiatin der Oskar-und-Vera-Ritter-Stiftung Hamburg sowie der Hugo-Breitner-Gesellschaft in Wien.

Bernhard Schneider, Tenor

Bernhard Schneider studierte an der Kölner Musikhochschule bei Hans Sotin und erlangte dort sein Konzertexamen. Neben einem mehrjährigen Engagement als lyrischer Tenor am Schillertheater Wuppertal-Gelsenkirchen trat Bernhard Schneider regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen unter Barenboim, Thielemann und Eschenbach auf. Seit der Spielzeit 1998/99 ist er festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart. Als Solist wirkte er bei mehreren CD- und Rundfunkaufnahmen mit. In seiner umfangreichen Tätigkeit als Konzertsänger war er bisher nicht nur in den großen Konzertsälen Deutschlands zu hören, Bernhard Schneider trat auch mehrfach im europäischen Ausland bei namhaften Musikfestivals auf.

Michael Pommer, Baß

Michael Pommer wurde in Leipzig geboren und war 9 Jahre Mitglied im Thomanerchor zu Leipzig. Nach seinem Gesangstudium am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz folgten Kurse bei Hilde Zadek, John Shirley-Quirk und Sergiu Celebidache und ein Studium bei Prof. Hermann Christian Polster an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. In Zusammenarbeit mit dem Thomanerchor Leipzig, der Gächinger Kantorei, der Oper Leipzig und vielen anderen wurde Michael Pommer für zahlreiche Konzerte, Festivals und Uraufführungen engagiert. Einladungen führten ihn zu Gastspielen u.a. nach Österreich, nach Spanien und mit Händels "Messias" in die USA.


Veranstalter

Veranstalter des Konzerts am Samstag, dem 25.11.2000, ist der cantus firmus Wetterau e.V.

Sponsoren

Wir bedanken uns herzlich für die finanzielle Unterstützung bei folgenden Firmen und Institutionen: